Hallenfußball, Soccer Courts
Komplette Einrichtung und Finanzierung
STARTSEITE
FINANZIERUNG
REFERENZEN
Kicken wie Ronaldo:
Futsal in Deutschland noch in den Kinderschuhen

Von Thorsten Langenbahn, dpa
Zurück zu News

Münster (dpa/lnw) - Kicken wie Ronaldo: Die abgewandelte Form des Hallenfußballs ist auch in Deutschland langsam im Kommen. Futsal heißt die Disziplin, die bereits in über 100 Ländern von mehr als 25 Millionen Menschen gespielt wird. Der Name setzt sich aus den spanischen Begriffen "Futbol" (Fußball) und "Salon" (Halle) zusammen.

"Ursprünglich kommt Futsal aus dem südamerikanischen Raum", erläutert Georg von Coelln, Futsal-Übungsleiter an der Universität Münster. Brasiliens Idole wie Pele, Zico oder Ronaldo haben ihre technischen Fähigkeiten in der Jugend nicht nur am Strand, sondern auch beim Futsal erlernt.

Vor allem in Brasilien und Uruguay, aber auch in Spanien, Portugal, Italien oder den Niederlanden hat die offizielle Spielart des Fußball-Weltverbandes (FIFA) bereits eine ausgeprägte Fangemeinde. "In Deutschland steckt Futsal dagegen noch in den Kinderschuhen", erklärt von Coelln. Seit Oktober 2002 bietet der Hochschulsport (HSP) der Universität Münster Futsal an - und stößt auf großes Interesse.

"Das Spiel ist wesentlich schneller als der Hallenfußball, den wir in Deutschland kennen. Da keine Bande vorhanden ist, spielen die Akteure viel genauer und direkter", betonte Horst Schumacher, Vorsitzender von Futsal e.V., einem Verein zur Förderung des Futsalspiels mit Sitz in Frankfurt. Ein weiterer Unterschied: Der Ball ist kleiner als ein gewöhnlicher Hallenfußball und weist ein deutlich reduziertes Sprungverhalten auf. Zudem werden Fouls rigoros geahndet, Grätschen wird schon im Ansatz bestraft. "Das Spiel ist aber nicht generell körperlos", betont der 35-Jährige.

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich inzwischen für die in Deutschland noch weitgehend unbekannte Disziplin ausgesprochen. "Im Augenblick sind alle Landesverbände aufgefordert, Futsal an die Basis heranzutragen", sagt Josef Bowinkelmann, Vorsitzender des Freizeit- und Breitensport-Ausschusses im DFB. Erste Modellmaßnahmen bei den Senioren seien sehr positiv aufgenommen worden.

Aber nicht nur auf der Amateurebene, auch im Hinblick auf internationale Vergleiche sieht der mit fast 6,3 Millionen Mitgliedern größte Sportfachverband der Welt Handlungsbedarf. "Da im Weltgeschehen bereits Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen werden, muss sich der DFB überlegen wie die weitere Entwicklung von Statten gehen soll", sagt DFB-Vorstandsmitglied Bowinkelmann.

Noch ohne deutsche Beteiligung ging am Montag die dritte offizielle Futsal-Europameisterschaft unter der Schirmherrschaft der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zu Ende. Neuer Titelträger wurde Gastgeber Italien. Die Auswahl der "Azzurri" setzte sich im Finale mit 1:0 gegen die Ukraine durch.

Deutsche Presse-Agentur, 25. Februar 2003


Für weitere Informationen und Anfragen:
Füllen Sie unser KONTAKTFORMULAR aus oder
rufen Sie uns an: 02336 4409-0
schreiben Sie mir: info@brolux.de
Cara-Marketing Partner